Digitale Souveränität im Gesundheitswesen

Digitale Souveränität ist kein politisches Modewort mehr, sondern eine sehr konkrete wirtschaftliche und strategische Notwendigkeit – gerade für kritische Bereiche wie das Gesundheitswesen, in dem neoscript ansetzt. Die Beispiele aus Deutschland und der Schweiz zeigen eindrücklich, was passiert, wenn Verwaltungen und Unternehmen Abhängigkeiten reduzieren und eigene, offene Strukturen aufbauen und welche Rolle Lösungen wie neoscript dabei spielen können.

Was digitale Souveränität bedeutet

Digitale Souveränität heißt, die eigene IT‑Infrastruktur, Daten und zentralen Prozesse unter eigener Kontrolle zu behalten – technisch, rechtlich und wirtschaftlich. Es geht nicht darum, jede Zeile Code selbst zu schreiben, sondern darum, bewusst zu entscheiden, wo Daten liegen, wer zugreifen kann und wie austauschbar einzelne Bausteine sind.

Für Gesundheitsanbieter, Praxen und therapeutische Einrichtungen bedeutet das: Patientendaten dürfen nicht in undurchsichtigen Blackbox-Clouds verschwinden, Lizenz- und Nutzungsbedingungen müssen nachvollziehbar bleiben und Kernprozesse wie Dokumentation oder Befundschreibung dürfen nicht von der Preispolitik eines einzelnen US‑Konzerns abhängen.

Schleswig-Holstein: Open Source statt Vendor Lock-in

Schleswig-Holstein zeigt aktuell sehr sichtbar, was passiert, wenn eine öffentliche Verwaltung konsequent auf Open Source und digitale Unabhängigkeit setzt. Das Land stellt seine Verwaltungs-IT schrittweise von proprietären Microsoft‑Lösungen auf freie Software um und spart damit schon im ersten Jahr mehr als 15 Millionen Euro an Lizenzkosten, bei einmaligen Investitionen von rund neun Millionen Euro – die Maßnahme amortisiert sich also in weniger als zwölf Monaten.

Gleichzeitig reduziert das Land den Anteil an Microsoft‑Lizenzen um fast 80 Prozent und gewinnt damit Spielräume, offene Lösungen weiterzuentwickeln, Fachverfahren besser zu integrieren und eigene Prioritäten zu setzen, statt Roadmaps und Preismodelle eines einzelnen Anbieters einfach hinnehmen zu müssen. Genau diese Logik lässt sich auf Krankenhäuser, MVZs und Praxisketten übertragen: Wer offene, modular aufgebaute Software einführt, verschafft sich nicht nur Kostenvorteile, sondern auch echte strategische Handlungsfreiheit.

Preisspirale bei Cloud-Suiten als Warnsignal

Parallel dazu drehen große Anbieter weiter an der Preisschraube: Microsoft kündigt für die Microsoft‑365‑Suite ab Juli 2026 deutliche Erhöhungen an; einzelne Pläne steigen um bis zu ein Drittel, etwa wenn ein Tarif von 2,25 auf 3 US‑Dollar pro Nutzer und Monat wächst. Auch Business‑ und Enterprise‑Pläne legen teils im zweistelligen Prozentbereich zu, begründet mit neuen KI‑Funktionen und Security‑Features.

Für Organisationen im Gesundheitswesen, die ohnehin mit knappen Budgets und steigenden Kosten in Pflege, Therapie und Infrastruktur kämpfen, bedeutet diese Preisdynamik: Jede zusätzliche Abhängigkeit von proprietären Suiten erhöht das finanzielle Risiko und reduziert den Spielraum für echte Innovation am Patienten. Digitale Souveränität heißt hier sehr konkret, diese Risiken zu begrenzen durch offene Standards, exportierbare Datenformate und Anbieter, die auf Transparenz und Interoperabilität

Schweiz: Souveräne KI‑Infrastruktur als Vorbild

Die Schweiz geht mit Initiativen wie der «Digital Switzerland Strategy» und der Swiss AI Initiative einen eigenen Weg, um digitale Souveränität auch im Bereich KI zu sichern. Basis ist unter anderem der öffentliche Supercomputer Alps, mit dem ein großer, mehrsprachiger Open‑Source‑Sprachmodell‑Stack aufgebaut wurde – mit Millionen GPU‑Stunden und signifikanten öffentlichen Investitionen, ausdrücklich ausgerichtet auf Transparenz, Datenschutz und offene Wissenschaft.

Das Ziel ist klar: Staat und öffentliche Institutionen sollen KI nutzen können, ohne sich vollständig von einzelnen globalen Cloud‑Anbietern abhängig zu machen, sowohl in Bezug auf Infrastruktur als auch auf Modelle und Daten. Für Anwendungen im Gesundheitswesen entsteht damit ein Ökosystem, in dem sensible medizinische Informationen mit hohen Datenschutzanforderungen verarbeitet werden können, während Governance, Update‑Zyklen und Datenflüsse nachvollziehbar bleiben.

Wo neoscript ansetzt

neoscript ist genau in dieser neuen Realität verortet: Als spezialisierte Plattform für medizinische Dokumentation und KI‑gestützte Transkription zielt sie darauf, die Effizienz in Praxen und Kliniken zu steigern, ohne digitale Souveränität zu opfern. Durch einen Fokus auf deutsche undeuropäische Infrastruktur und klare Datenschutz-Architektur kann neoscript in souveräne IT-Strategien von Einrichtungen integriert werden, statt ein weiteres proprietäres Insel-System zu sein.

Statt ein monolithisches US‑Produkt «von der Stange» zu kaufen, das jede Preiserhöhung und Produktentscheidung von außen diktiert, können Gesundheitsanbieter mit Lösungen wie neoscript schrittweise Kompetenz im eigenen Haus aufbauen: Daten bleiben in kontrollierten Umgebungen, Schnittstellen zu Praxis- und Kliniksystemen sind dokumentiert, und KI‑Modelle lassen sich perspektivisch austauschen oder ergänzen, passend zu regulatorischen Anforderungen und eigenen Qualitätsstandards. Damit wird digitale Souveränität vom abstrakten Schlagwort zur konkreten Architekturentscheidung und neoscript zu einem Baustein in einem unabhängigen, zukunftsfähigen Gesundheits-Ökosystem.

  1. https://www.heise.de/news/Adieu-Microsoft-Schleswig-Holstein-setzt-auf-Open-Source-und-spart-Millionen-11105389.html
  2. https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/I/Presse/PI/2025/cds/251204_cds_open-source
  3. https://www.s-ge.com/en/article/news/why-digital-sovereignty-begins-switzerland
  4. https://find.swiss/find-library/articles/digital-sovereignty-lost-in-the-cloud
  5. https://www.swisscom.ch/en/business/enterprise/themen/cloud/digitale-souveraenitaet.html
  6. https://www.igorslab.de/adieu-microsoft-schleswig-holstein-setzt-auf-open-source-und-spart-millionen/
  7. https://www.it-boltwise.de/schleswig-holstein-spart-millionen-durch-open-source-umstellung.html
  8. https://www.trendingtopics.eu/microsoft-preiserhoehungen/
  9. https://www.heise.de/news/Microsoft-erhoeht-Preise-fuer-Microsoft-365-ab-Juli-2026-deutlich-11103864.html
  10. https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/software-microsoft-hebt-preise-fuer-buerosoftware-um-bis-zu-33-prozent-an-01/100181349.html
  11. https://www.ad-hoc-news.de/boerse/ueberblick/microsoft-365-preise-steigen-um-bis-zu-33-prozent/68411818
  12. https://de.linkedin.com/posts/handelsblatt_software-microsoft-hebt-preise-f%C3%BCr-b%C3%BCrosoftware-activity-7403566701218254849-owzZ
  13. https://www.smartcountry.berlin/en/newsblog/strategy-initiative-how-switzerland-is-going-digital.html
  14. https://www.heise.de/news/Studie-Bundesverwaltung-soll-bei-generativer-KI-auf-Eigenentwicklungen-setzen-11105571.html
  15. https://winfuture.de/news,155429.html
  16. https://www.reddit.com/r/de/comments/1pgimhv/adieu_microsoft_schleswigholstein_setzt_auf_open/
  17. https://s3nnet.de/lesetp-adieu-microsoft-schleswig-holstein-setzt-auf-open-source-und-spart-millionen/
  18. https://de.linkedin.com/posts/dev-felix-becker_software-microsoft-hebt-preise-f%C3%BCr-b%C3%BCrosoftware-activity-7403672438342909955-FTms
  19. https://www.facebook.com/heiseonline/photos/mit-der-migration-von-microsoft-zu-freier-software-zahlt-schleswig-holstein-gut-/1263775259118737/
  20. https://news.microsoft.com/source/emea/2025/09/how-microsoft-is-addressing-digital-sovereignty-in-switzerland/

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Blog

neoscript.ai